Eine Krankheit kann bei Beamten nur dann als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn sie zum Zeitpunkt der Erkrankung bereits in der Anlage zur Berufskrankheitenverordnung gelistet war.

Entsprechend hat das Bundesverwaltungsgericht Leipzig geurteilt. Im verhandelten Fall hatte ein ehemaliger Bediensteter einer Justizvollzugsanstalt in einem Werksbetrieb mit lösungsmittelhaltigen Klebstoffen Aufsicht geführt. Seine aufgetretene Erkrankung (Polyneuropathie ) wurde aber erst später in die Liste der Berufskrankheiten der Berufskrankheitenverordnung aufgenommen. Seine Klage blieb erfolglos. Begründung: Nach den gesetzlichen Regelungen können allein solche Krankheiten als Berufskrankheiten anerkannt werden, die schon zum Zeitpunkt der Erkrankung als Berufskrankheit in Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung aufgenommen sind.